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Easybill Erfahrungen: Vor- und Nachteile | Christoph Gerl

Geschrieben von Christoph Gerl | 12.11.2024, 12:16:28

Das Wichtigste in Kürze

Stand: Oktober 2026

  • Meine Easybill Erfahrungen in einem Satz: Easybill ist ein Rechnungsprogramm, nicht mehr und nicht weniger: Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und E-Rechnungen. Genau diese Beschränkung macht es zuverlässig.
  • Im Alltag sparen vor allem der Postversand per Haken, SEPA-Lastschriften, die DATEV-Schnittstelle und das automatisierte Mahnwesen mit Zahlungsabgleich Zeit.
  • Die Stärke für Automatisierung ist die Schnittstelle (API): Angebote direkt aus dem Vertrieb, Rechnung bei Annahme, SEPA-Lastschrift und Buchhaltung ohne Abtippen.
  • Easybill lohnt sich für Agenturen und Dienstleister mit klaren Paketen. Brauchst du Zeiterfassung auf Projekte und Abrechnung nach Stunden, prüf, ob eine Agentursoftware besser passt.

„Wir sind mit unserem Rechnungsprogramm nicht zufrieden. Was gibt es da am Markt?“ Diese Frage bekomme ich von Kunden und Interessenten immer wieder. Meine Antwort ist oft Easybill, und meine Easybill Erfahrungen stammen aus echten Kundenprojekten. Ich bin Christoph Gerl, wir automatisieren für Agenturen, Dienstleister und Unternehmer den Weg vom Vertrieb bis zur Rechnung, und Easybill setzen wir in diesen Abläufen seit Jahren ein.

In diesem Artikel steht, was ich dabei gelernt habe: was das Programm gut kann, wo die Grenze liegt und wann sich Easybill für dein Unternehmen lohnt. Er basiert auf meinem Video vom 30. September 2024 und ist im Oktober 2026 überarbeitet.

Inhalt

Was ist Easybill?

Easybill ist ein cloudbasiertes Rechnungsprogramm. Du schreibst damit Angebote, Rechnungen und Lieferscheine und verschickst E-Rechnungen. Easybill ist kein ERP-System und keine Warenwirtschaft, sondern konzentriert sich auf die Rechnungsstellung und das, was direkt dazugehört.

Genau das ist der Vorteil. „Easybill ist ein Rechnungsprogramm und nicht viel mehr, aber auch nicht viel weniger“, sagt Christoph Gerl. Weil Easybill nicht alles können will, funktioniert das, was es kann, sehr zuverlässig. Vom Angebot über die Rechnung bis zum Lieferschein sind es wenige Klicks, und die E-Rechnung ist direkt abgebildet.

Easybill Erfahrungen: Die Funktionen, die im Alltag Zeit sparen

Die größten Zeitersparnisse kommen in Easybill nicht vom Rechnungsschreiben selbst, sondern von den kleinen Funktionen drumherum. Drei davon merken Agenturen und Dienstleister sofort: der Postversand, die SEPA-Lastschrift und die E-Rechnung.

Postversand per Haken

In Easybill wählst du als Versandart „Post“, und die Rechnung oder Mahnung geht automatisch per Brief raus. Du druckst kein Blatt aus, kuvertierst nichts und bringst nichts zur Post. Wer regelmäßig Rechnungen oder Mahnungen auf Papier verschickt, spart damit im Vergleich zu anderer Software Stunden.

SEPA-Lastschrift

Rechnungen, die du als SEPA-Lastschrift markierst, werden automatisch eingezogen. Easybill erzeugt dafür die SEPA-Datei für die Bank. Für wiederkehrende Leistungen wie Retainer oder Supportverträge ist das der einfachste Weg, dass Geld pünktlich kommt, ohne dass jemand hinterhertelefoniert.

Easybill E-Rechnung

Die E-Rechnung ist in Easybill direkt eingebaut. Du musst sie nicht über ein Zusatztool erzeugen, sondern stellst die Rechnung wie gewohnt und verschickst sie im passenden Format. Weil die E-Rechnung im B2B-Geschäft Pflicht wird, ist das kein Extra mehr, sondern eine Voraussetzung für jedes Rechnungsprogramm. Empfangen können müssen Unternehmen E-Rechnungen schon seit 2025, ausstellen müssen sie sie je nach Vorjahresumsatz ab 2027, spätestens ab 2028 (Übersicht der IHK Stuttgart).

Easybill API: Angebote und Rechnungen automatisieren

Die Easybill API ist für alle, die Angebote und Rechnungen automatisieren wollen, das stärkste Argument. Über die Schnittstelle lässt sich Easybill mit Vertrieb, CRM und Buchhaltung verbinden, sodass Angebote und Rechnungen ohne Abtippen entstehen.

In unseren Kundenprojekten läuft das so: Nach dem Abschlussgespräch füllt der Vertriebler ein kurzes Formular aus. Daraus erstellt Easybill das Angebot und verschickt es. Nimmt der Kunde an, entsteht automatisch die Rechnung, und bei Lastschriftkunden gleich die SEPA-Datei. Alles läuft über die Schnittstelle.

„Das ist das Schöne an Easybill: Es funktioniert einfach“, sagt Christoph Gerl. Easybill hat so gut wie keine Bugs, und man stößt nicht an die Grenzen, die man aus anderen Tools kennt, wo eine Funktion plötzlich nicht umgesetzt ist. Welche Automationen nach dem Abschluss außerdem Umsatz bringen, steht im Artikel Umsatz mit Bestandskunden steigern.

Kleiner Exkurs, falls dein Team aktiv verkauft: Die beste Automatisierung nach dem Abschluss hilft wenig, wenn Angebote vorher liegen bleiben, weil keiner nachfasst. Welche Anrufe dein Team jeden Tag zuerst machen sollte, steht in unserem Strategiepapier.

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Easybill und DATEV: Ausgangsrechnungen direkt an den Steuerberater

Easybill hat eine DATEV-Schnittstelle, über die Ausgangsrechnungen direkt beim Steuerberater landen. Die Rechnungen werden auf die passenden Debitoren gebucht, ohne dass jemand sie von Hand in DATEV Unternehmen online hochlädt.

Die Easybill-DATEV-Schnittstelle lässt sich relativ einfach einrichten, wenn man weiß, was man tut. Für jeden, der über einen Wechsel des Rechnungsprogramms nachdenkt, ist das eine der größten Zeitersparnisse: Die monatliche Übergabe an die Buchhaltung fällt als Handarbeit weg.

Easybill Mahnwesen: Regeln einmal festlegen

Das automatisierte Mahnwesen ist in Easybill eine der größten Zeitersparnisse überhaupt. Du hinterlegst Mahnregeln einmal, auf Wunsch je Kundenart, und Easybill erinnert und mahnt danach von allein.

Ein typischer Ablauf:

  1. Zahlungserinnerung nach 7 Tagen.
  2. Erste Mahnung per Post und per Mail.
  3. Letzte Mahnung nur noch per Einschreiben.

Damit das funktioniert, braucht es den automatischen Zahlungsabgleich. Easybill ordnet die Kontoumsätze den passenden Rechnungen zu. Bezahlte Rechnungen fallen so aus dem Mahnlauf, und niemand bekommt eine Mahnung, obwohl er längst überwiesen hat.

Internes Inkasso über ein Board

Über die Schnittstelle lässt sich das Mahnwesen noch weitertreiben. Für einen unserer Kunden spiegeln wir überfällige Rechnungen aus Easybill in ein Projektmanagement-System. Jede Mahnstufe ist dort eine Spalte. Die Mitarbeiterin im internen Inkasso telefoniert das Board durch und sieht auf einen Blick, wie viel bei welchem Kunden offen ist, ob mehrere Rechnungen offen sind und in welcher Mahnstufe sie stehen. Sie muss nicht mehr durch eine Liste von Rechnungen im Rechnungsprogramm klicken.

Easybill für Agenturen: Wann es reicht und wann nicht

Easybill reicht für Agenturen und Dienstleister, die mit klaren Paketen arbeiten und vor allem Angebote und Rechnungen brauchen, auch komplexe. Brauchst du dagegen Zeiterfassung auf Projekte und Abrechnung nach Stunden im selben System, solltest du prüfen, ob eine Agentursoftware besser passt.

Die ehrliche Antwort ist aber oft: Die Zeiterfassung braucht es gar nicht. Viele Agenturen schleppen den Overhead einer Agentursoftware mit, weil es sie für Agenturen schon immer gab, nicht weil ihr Ablauf sie verlangt. Ob sie bei dir nötig ist, entscheidet dein Ablauf im Einzelfall.

Easybill Erfahrungen: Vor- und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
konzentriert auf Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und E-Rechnungkeine Zeiterfassung und keine Projektsteuerung
Postversand per Haken, SEPA-Lastschrift eingebautkein CRM: Vertrieb und Nachfassen laufen woanders
sehr gute Schnittstelle für AutomatisierungAutomatisierung braucht jemanden, der die Schnittstelle einrichtet
DATEV-Schnittstelle für AusgangsrechnungenDATEV-Anbindung will einmal sauber eingerichtet sein
automatisiertes Mahnwesen mit ZahlungsabgleichMahnregeln musst du selbst festlegen
läuft zuverlässig, kaum Bugs

Wer Vertrieb und Rechnung verbinden will, braucht neben Easybill also ein CRM. Ab wann das sinnvoll ist, steht in Lohnt sich ein CRM?. Wie du dabei die richtigen Abläufe zuerst angehst, zeigt der Artikel zur Prozessoptimierung in der Agentur.

Lohnt sich Easybill für Agenturen und Dienstleister?

Ja, wenn du einen sauberen Paket-Workflow hast und die Rechnungsstellung automatisieren willst. Easybill ist dann eines der zuverlässigsten Rechnungsprogramme am Markt, vor allem in Verbindung mit Vertrieb und Buchhaltung über die Schnittstelle. Schreibst du sehr individuelle Rechnungen nach Stunden und brauchst Zeiterfassung, prüf zuerst, ob eine Agentursoftware passt. Oft ist sie aber nicht nötig.

Das gilt nicht nur für Agenturen. Ob Agentur, Dienstleister, Steuerberatung oder IT-Systemhaus: Der Weg vom Angebot über die Rechnung bis zur Mahnung ist in all diesen Unternehmen sehr ähnlich. Entscheidend ist weniger das Programm als der Ablauf dahinter. Wer zuerst festlegt, wann ein Angebot rausgeht, wann die Rechnung entsteht und wie gemahnt wird, holt aus Easybill am meisten heraus. Wer das Programm nur wechselt und den Ablauf behält, hat am Ende dieselben Probleme in einer neuen Oberfläche.

Häufige Fragen

Ist Easybill ein ERP-System?

Nein. Easybill ist ein Rechnungsprogramm für Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und E-Rechnungen. Warenwirtschaft, Projektsteuerung oder Zeiterfassung gehören nicht zum Kern. Über die Schnittstelle lässt sich Easybill aber mit solchen Systemen verbinden.

Hat Easybill eine DATEV-Schnittstelle?

Ja. Ausgangsrechnungen landen über die DATEV-Schnittstelle direkt beim Steuerberater und werden auf die passenden Debitoren gebucht. Niemand muss sie von Hand in DATEV Unternehmen online hochladen.

Kann Easybill E-Rechnungen?

Ja, die E-Rechnung ist in Easybill direkt eingebaut. Du stellst die Rechnung wie gewohnt und verschickst sie im passenden elektronischen Format.

Hat Easybill eine API?

Ja, und eine sehr gute. Über die Easybill API lassen sich Angebote aus dem Vertrieb erstellen, Rechnungen bei Annahme automatisch erzeugen, SEPA-Lastschriften anstoßen und überfällige Rechnungen in andere Systeme spiegeln.

Brauche ich zusätzlich eine Agentursoftware?

Nur, wenn du wirklich Zeiterfassung auf Projekte und Abrechnung nach Stunden brauchst. Arbeitest du mit klaren Paketen, reicht Easybill für die Rechnungsstellung. Den Vertrieb verbindest du über die Schnittstelle mit einem CRM.

Fazit: Easybill macht Rechnungen, und das sehr gut

Easybill will nicht alles können, und genau deshalb funktioniert es. Postversand, SEPA-Lastschrift, E-Rechnung, DATEV und automatisiertes Mahnwesen sparen jeden Monat Handarbeit. Ihre volle Wirkung entfalten sie, wenn Easybill über die Schnittstelle mit Vertrieb und Buchhaltung verbunden ist. Ob Easybill bei dir passt und wie der Weg vom Abschluss bis zur Rechnung automatisch läuft, schauen wir uns gern gemeinsam an.

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